Physiotherapie

Die Physiotherapie ist eine medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Prävention, Diagnose und Behandlung von körperlichen Einschränkungen, Schmerzen und Funktionsstörungen des Bewegungsapparates befasst. Sie zielt darauf ab, die körperliche Gesundheit und die funktionale Mobilität von Menschen zu verbessern und wiederherzustellen. Physiotherapeuten, auch als Krankengymnasten bezeichnet, sind medizinische Fachkräfte, die speziell ausgebildet sind, um die körperliche Rehabilitation zu fördern und die Lebensqualität ihrer Patienten zu steigern.

 

Die Physiotherapie verwendet eine Vielzahl von Techniken und Methoden an, um diese Ziele zu erreichen, darunter:

 

  • Manuelle Therapie: Hierbei handelt es sich um spezielle Handgriffe und Mobilisierungstechniken, die zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und Linderung von Schmerzen eingesetzt werden. (siehe nähere Informationen)

 

  • Übungs- und Bewegungstherapie: Der Physiotherapeut entwickelt personalisierte Übungsprogramme, die die Muskulatur stärken, die Koordination verbessern und die Beweglichkeit wiederherstellen.

 

  • Elektrotherapie: Hierzu gehören Anwendungen wie Ultraschall, Elektrostimulation,Wärmeanwendungen oder Lasertherapie, um Schmerzen zu lindern und die Heilung zu fördern.

 

  • Atemtherapie: Diese Techniken werden verwendet, um die Atemfunktion zu verbessern und bei Atemproblemen zu helfen.

 

  • Massagetherapie: Massage kann verwendet werden, um Verspannungen zu lösen, die Durchblutung zu fördern und die Entspannung zu fördern.

 

Patientenberatung und Bildung: Physiotherapeuten informieren und beraten die Patienten über gesunde Bewegungsgewohnheiten, Prävention von Verletzungen und Schmerzmanagement.

 

Die Physiotherapie wird oft bei verschiedenen Gesundheitsproblemen eingesetzt, einschließlich orthopädischer Probleme wie Rückenschmerzen und Arthritis, neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall und Parkinson-Krankheit, Sportverletzungen, Atemproblemen und vielen anderen. Die Therapiepläne sind in der Regel auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele des Patienten zugeschnitten. Physiotherapeuten arbeiten häufig eng mit Ärzten und anderen Gesundheitsdienstleistern zusammen, um die bestmögliche Versorgung für ihre Patienten sicherzustellen.

Skoliosetherapie nach Schroth in Schärding – Dreidimensionale Wirbelsäulenkorrektur

Die Diagnose Skoliose – eine dreidimensionale Verdrehung und Verkrümmung der Wirbelsäule – erfordert einen hochspezialisierten, aktiven Therapieansatz. Die Skoliosetherapie nach Katharina Schroth gilt weltweit als fundierter Goldstandard der konservativen Behandlung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Wie funktioniert die Schroth-Therapie?

Ziel der Behandlung ist es, das Fortschreiten der Krümmung aufzuhalten, Schmerzen zu lindern und die Haltung durch gezielte Muskelarbeit nachhaltig aufzurichten.

  • Dreidimensionale Eigenkorrektur: Durch passgenaue Übungen lernen Patientinnen und Patienten, die Wirbelsäule aktiv in ihre physiologische Ausrichtung zu bringen und muskulär zu stabilisieren.
  • Gezielte Drehwinkelatmung: Eine spezielle Atemtechnik unterstützt die Aufrichtung von innen, indem eingefallene Rumpfabschnitte gezielt belüftet und gedehnt werden.
  • Visuelle Rückkopplung per Spiegelwand: Speziell ausgerichtete Spiegel im Behandlungsraum ermöglichen eine sofortige Selbstkontrolle und schulen das Körpergefühl.
  • Schülerfreundliche Terminplanung: Durch die unmittelbare Nähe zum Schärdinger Schulzentrum können Behandlungstermine optimal an das Unterrichtsende angehängt werden.

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist eine spezialisierte Form der Physiotherapie, bei der spezifische Techniken zur Untersuchung, Diagnose und Behandlung von muskuloskelettalen Beschwerden und Funktionsstörungen des Bewegungsapparates eingesetzt werden.

Die Maitland Therapie, welche ich praktiziere, ist wiederum eine spezielle Form der Manuellen Therapie, die von dem australischen Physiotherapeuten Geoffrey D. Maitland entwickelt wurde.

 

 

Einige wichtige Aspekte der Manuellen Therapie im Allgemeinen und der Maitland Therapie im Besonderen sind:

 

 

    Manuelle Therapie:

 

1.Grundprinzipien: Die Manuelle Therapie basiert auf der Untersuchung von Gelenkstrukturen und Weichteilen sowie der gezielten Anwendung von manuellen Techniken, um Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und die Funktion des Bewegungsapparates zu optimieren.

 

 

2.Diagnose und Assessment: Es kommen spezifische Tests und Untersuchungstechniken zur Anwendung, um die Ursache von muskuloskelettalen Beschwerden zu identifizieren und die richtige Behandlungsstrategie zu entwickeln.

 

 

3.Manuelle Techniken: Dazu gehören Gelenkmobilisationen, Manipulationen, Dehnungen und Weichteiltechniken. Diese Techniken werden oft mit sanften, kontrollierten Bewegungen durchgeführt.

 

 

4.Ziele: Die Manuelle Therapie zielt darauf ab, Gelenkbeweglichkeit zu verbessern, Muskelfunktion zu optimieren, Schmerzen zu lindern und die allgemeine Funktion des Bewegungsapparates zu fördern.

 

 

    Maitland Therapie:

 

 

1.Entwicklung: Die Maitland Therapie wurde von Geoffrey D. Maitland entwickelt, einem australischen Physiotherapeuten. Sein Ansatz betont die Bedeutung einer gründlichen Untersuchung und die Anpassung der Behandlung an die individuellen Bedürfnisse des Patienten.

 

 

2.Drei Ebenen der Untersuchung: Maitland legte großen Wert auf eine detaillierte Untersuchung der drei Ebenen der Gelenkfunktion: passiv, aktiv und gegen Widerstand. Dies ermöglichte eine präzise Diagnose und zielgerichtete Behandlung.

 

 

3.Graduiertes Behandlungsschema: Die Maitland Therapie umfasst ein graduiertes Schema von Techniken, beginnend mit passiven Bewegungen und fortschreitend zu aktiven Übungen. Dies ermöglicht eine schrittweise Anpassung an die Bedürfnisse des Patienten.

 

 

4.Patientenbeteiligung: Ein wichtiger Aspekt der Maitland Therapie ist die Einbeziehung des Patienten in den Therapieprozess. Patienten werden ermutigt, aktiv an ihrer Genesung teilzunehmen.

 

 

Die Maitland Therapie wird bei der Behandlung von Rückenschmerzen, Nackenbeschwerden und anderen muskuloskelettalen Problemen angewandt. 

Manuelle Lymphdrainage (KPE)

Die Lymphdrainage, auch als manuelle Lymphdrainage (MLD) oder komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) bekannt, ist eine therapeutische Massagetechnik, die darauf abzielt, den Fluss der Lymphflüssigkeit im Körper zu stimulieren. Das Lymphsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsgleichgewichts, der Filterung von Toxinen und der Unterstützung des Immunsystems. Im Gegensatz zum Blutkreislauf, dem das Herz als  Pumpe zur Verfügung steht, basiert die Bewegung im Lymphsystem auf Muskelkontraktionen. Wenn diese fehlen, oder unzureichend sind (z.B. nach Ruhigstellung wegen Operationen, oder aber wenn das Lymphsystem beschädigt ist (z.B. nach der Lymphknotenentnahme bei manchen onkologischen Operationen), kommen die gezielten manuellen Manipulationen der MLD zum Einsatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Der Hauptzweck der Lymphdrainage besteht darin, den natürlichen Abfluss der Lymphflüssigkeit zu fördern, die Abfallprodukte von den Geweben zurück zum Herzen transportiert, dort in den Blutkreislauf einmündet, um dann über die Nieren und somit den Urin ausgeschieden zu werden. Dies kann dazu beitragen, Schwellungen zu reduzieren, die Immunfunktion zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

 

 

 

 

 

  • Die Lymphdrainage ist eine sanfte, rhythmische Massagetechnik. Dabei werden leichte, kreisförmige Bewegungen angewandt, um die Lymphknoten unter der Haut zu stimulieren und die Flüssigkeit entlang der Lymphbahnen herzwärts zu transportieren. Die Richtung der Striche folgt in der Regel dem natürlichen Fluss der Lymphflüssigkeit.

 

 

 

  • wird häufig eingesetzt, um Zustände wie Lymphödeme (Schwellungen, die durch ein beeinträchtigtes Lymphsystem verursacht werden), postoperative Schwellungen und Zustände im Zusammenhang mit schlechter Durchblutung zu behandeln

 

    Vorteile:

 

 

  • Reduziert Schwellung: Die Lymphdrainage kann helfen, Ödeme oder Schwellungen zu reduzieren, indem sie den Abfluss überschüssiger Flüssigkeit fördert.

 

 

  • Entgiftung: Durch die Verbesserung der lymphatischen Zirkulation kann sie bei der Entfernung von Toxinen und Abfallprodukten aus dem Körper helfen.

 

 

  • Unterstützung des Immunsystems: Ein gesundes Lymphsystem unterstützt das Immunsystem, indem es weiße Blutkörperchen und Antikörper transportiert.

 

 

    Kontraindikationen:

    Obwohl im Allgemeinen sicher, gibt es Kontraindikationen für die Lymphdrainage. Dies kann, muss aber nicht bei     Vorgeschichten von Krebs, bei akuten Infektionen oder Durchblutungsstörungen der Fall sein. Dies wird     einerseits durch Ihren verordnenden Arzt abgeklärt, andererseits aber auch durch mich, als behandelnden     Therapeut, im Vorfeld der ersten Behandlung, um auch im Zweifelsfall Ihre Sicherheit und Gesundheit zu     gewährleisten. Aus diesem Grunde durfte, zumindest in der Vergangenheit, die Lymphdrainage nur durch     Therapeuten mit einer speziellen Weiterbildung angeboten werden. Heute gilt, dass jeder Therapeut die MLD     durchführen darf, wenn dies nach den Regeln der Kunst erfolgt.

 

    Ich biete Ihnen allerdings eine MLD auf Basis dieser Zusatzausbildung!

 

 

 

 

 

  • Selbstpflege-Techniken: Um die Lymphdrainagebehandlung bestmöglich zu unterstützen ist unter Anderem eine möglichst intakte Haut nötig. Deshalb ist die Selbstpflege durch den Patienten ein essentieller Bestandteil
  • Bewegen in der Kompression: in der Regel sollte unmittelbar nach der Lymphdrainage eine Kompression angelegt werden (Bestrumpfung oder Bandagierung), um einen Rückfluß in die Peripherie zu behindern. Gleichzeitig sollte, wenn möglich, um die Pumpwirkung der Muskeln zu nutzen, leichte Bewegung (z.B. Ergometertraining) durchgeführt werden.

Massage

 

Die Massage ist eine altbewährte Therapieform, die durch gezielte Berührungen,Knetbewegungen, Zirkelungen, Reibungen und Druck auf den Körper einwirkt. Sie hat verschiedene positive Effekte auf das Wohlbefinden und die Gesundheit. 

 

Wirkungsweisen:

 

 

1.Entspannung: Eine der Hauptwirkungen der Massage ist die Entspannung von Muskeln und Gewebe. Durch gezielte Berührungen und Streichbewegungen werden Muskelverspannungen gelöst, was zu einer allgemeinen Entspannung des Körpers führt.

 

 

2.Stressabbau: Massage kann dazu beitragen, Stress und Spannungen abzubauen. Durch die Freisetzung von Endorphinen, den körpereigenen Glückshormonen, wird eine positive Stimmung gefördert und Stresssymptome können reduziert werden.

 

 

3.Verbesserung der Durchblutung: Massage fördert die Durchblutung von Geweben und Muskeln. Dies kann dazu beitragen, die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Zellen zu verbessern und Abfallprodukte schneller abzutransportieren.

 

 

4.Linderung von Schmerzen: Massagen können bei der Linderung von muskulären Schmerzen und Beschwerden helfen. Durch die Lockerung der Muskulatur und die Stimulierung von schmerzhemmenden Mechanismen im Körper kann der Schmerz reduziert werden.

 

 

5.Verbesserung der Flexibilität: Durch das Lockern von Muskeln und Geweben kann Massage die Flexibilität und Beweglichkeit fördern. Dies ist besonders wichtig für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder nach Verletzungen.

 

 

6.Lymphdrainage (siehe Lymphdrainage): Spezielle Massagetechniken können die Lymphzirkulation verbessern, was zu einer Entgiftung des Gewebes beitragen kann.

 

 

7.Psychologische Wirkung: Massage kann nicht nur körperliche, sondern auch psychologische Effekte haben. Sie fördert das Bewusstsein für den eigenen Körper, kann Stress und Angstzustände reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden steigern.

 

 

Es gibt verschiedene Arten von Massagen. Einzelne Massagetechniken können auch Bestandteil der Physiotherapie sein.

Bitte beachten Sie, dass die meisten Krankenkassen nur eine Kostenerstattung leisten, wenn Heilmassage gemeinsam mit einem führenden Heilmittel (z.B. Physiotherapie verordnet wird, da es sich um ein additives Heilmittel (ergänzendes Heilmittel) handelt.

Sollten sie diesbezüglich Fragen haben, erkundigen sie sich bitte bei Ihrer Krankenkasse oder bei mir.

 

FMS (Funktionelles Training)

Funktionelles Training bezieht sich auf ein Training, das darauf abzielt, die alltäglichen Bewegungen und Funktionen des Körpers zu verbessern. Im Mittelpunkt steht die Integration von verschiedenen Muskelgruppen, Bewegungsmustern und Gelenken, um die Leistungsfähigkeit im täglichen Leben zu steigern. Im Gegensatz zu isolierten Übungen, die sich auf einzelne Muskeln konzentrieren, betont funktionelles Training die Koordination, Kraft, Ausdauer und Flexibilität mehrerer Muskeln gleichzeitig. Typische Übungen können komplexe Bewegungen wie das Heben, Tragen, Drehen und Bücken umfassen.

 

 

 

 

 

Das Ziel des funktionellen Trainings ist es, nicht nur die Muskelkraft zu verbessern, sondern auch die Beweglichkeit, Stabilität und das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen zu fördern. Es soll dazu beitragen, die Funktionalität des Körpers im täglichen Leben, aber auch in sportlichen Aktivitäten, zu optimieren.

 

 

 

 

Hierbei kommt der

Functional Movement Screen (FMS)  

zum Einsatz

 

 

Der Functional Movement Screen (FMS) ist eine Bewertungsmethode, die dazu dient, Bewegungsmuster und funktionelle Defizite zu identifizieren. Entwickelt wurde der FMS, um potenzielle Risikofaktoren für Verletzungen zu erkennen und spezifische Schwächen oder Einschränkungen in den Bewegungen aufzudecken.

 

 

 

 

 

Der FMS besteht aus sieben grundlegenden Bewegungsmustern, die durch spezifische Tests bewertet werden. Diese Tests umfassen Bewegungen wie das Hocken, Ausweichen, Rotieren und Bücken. Jede Bewegung wird auf einer Skala von 0 bis 3 bewertet, und die Gesamtpunktzahl gibt Aufschluss über mögliche Problembereiche oder Ungleichgewichte im Bewegungsapparat.

 

 

 

 

 

Ich verwende den FMS mit meinen Patienten, um gezielte Trainingsprogramme zu entwickeln und individuelle Schwachstellen anzugehen, um (weiteren) Verletzungen vorzubeugen, sowie wenn beabsichtigt eine Leistungsverbesserung im Sport zu erzielen

 

 

 

 

 

In Kombination können funktionelles Training und Functional Movement Screen dazu beitragen, die Effizienz und Sicherheit von Bewegungen zu steigern, Verletzungen vorzubeugen und die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit zu optimieren.

Wärme- und Kältetherapie (Fango/Eis)

Die Thermotherapie bezieht sich auf die Anwendung von Wärme oder Kälte zu therapeutischen Zwecken. Beide Methoden können zur Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und Förderung der Heilung bei verschiedenen Verletzungen und Erkrankungen eingesetzt werden.

Grundlagen der Kälte- und Wärmetherapie sind:

 

 

    Wärmetherapie:.

Anwendungsformen: Wärmetherapie kann auf verschiedene Arten angewendet werden, darunter heiße Kompressen, Wärmepackungen, Warmwasserbäder, Infrarotlampen und elektrische Wärmeanwendungen. Ich wende hierfür Moorpackungen an, die in einem Wasserbad erwärmt werden.

 

Wirkmechanismus: Wärme erhöht die Durchblutung in den behandelten Geweben, was wiederum den Sauerstoff- und Nährstofftransport verbessert. Dies kann Muskelverspannungen reduzieren, die Flexibilität verbessern und Schmerzen lindern.

 

Indikationen: Wärmetherapie wird häufig bei muskulären Verspannungen, Arthritis, Muskelschmerzen, steifen Gelenken und vor allem bei chronischen Schmerzzuständen eingesetzt.

 

Vorsichtsmaßnahmen: Bei einigen Zuständen wie akuten Entzündungen oder akuten Verletzungen kann die Wärmetherapie kontraindiziert sein. Es ist wichtig, die richtige Temperatur und Dauer der Anwendung zu beachten, um Verbrennungen oder andere Hautprobleme zu vermeiden.

 

 

    Kältetherapie:

 

Anwendungsformen: Kältetherapie kann durch Eispackungen, Kältekompressen, Eismassagen oder Kältesprays durchgeführt werden. Ich verwende hierfür vor Allem Kurzzeiteis und in Ausnahmefällen Kältekompressen.

 

Wirkmechanismus: Kälte verringert die Durchblutung in den behandelten Geweben und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Es kann Schwellungen reduzieren, Schmerzen lindern und den Stoffwechsel verlangsamen.

 

Indikationen: Kältetherapie wird oft bei akuten Verletzungen wie Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen und akuten bis subakuten Entzündungen eingesetzt. Sie kann auch bei Migräne oder zur Linderung von Muskelkater nach intensivem Training verwendet werden.

 

Vorsichtsmaßnahmen: Kältetherapie sollte nicht bei Personen mit Kälteempfindlichkeit, Kreislaufproblemen oder offenen Wunden angewendet werden. Es ist wichtig, die Haut vor Erfrierungen zu schützen, indem man beispielsweise eine dünne Schicht Stoff zwischen der Haut und der Kältequelle platziert. Bei der Anwendung von Kurzzeiteis wird am Schmelzpunkt gearbeitet, was im Gegensatz zur Auflage von Kältekompressen, welche wenn sie aus dem Gefrierschrank kommen weniger als 0° haben, ein deutlich reduziertes Erfrierungsrisiko birgt. Grundsätzlich empfehle ich Patienten für den Gebrauch von Kälte, zu Hause, Kältekompressen, wenn gewünscht, am Besten nur im Kühlschrank zu kühlen, um die obigen Risiken zu umgehen.

 

 

    Kombination von Wärme und Kälte:

 

 

Manchmal wird auch eine Kombination von Wärme- und Kältetherapie angewendet, je nach Stadium der Verletzung oder des Zustands. Dies wird als Wechseltherapie bezeichnet und kann dazu beitragen, die positiven Effekte beider Methoden zu nutzen.

 

 

Bitte beachten Sie, dass die meisten Krankenkassen nur einen Kostenersatz für Thermotherapie leisten (ebenso für Elektrotherapie und Massage), wenn dieses additive Heilmittel gemeinsam mit einem führenden (Haupt-)Heilmittel, wie Physiotherapie verordnet wird.

Elektrotherapie

Die Elektrotherapie bezieht sich auf die Verwendung von elektrischem Strom zu therapeutischen Zwecken zur Behandlung von verschiedenen medizinischen Zuständen. Diese Technik wird in verschiedenen medizinischen Disziplinen eingesetzt, darunter Physiotherapie, Neurologie, Orthopädie und Schmerzmedizin.

Anwendungesspektrum der Elektrotherapie:

  1. Schmerzlinderung: Elektrotherapie kann dazu beitragen, Schmerzen zu lindern, indem sie die Freisetzung von körpereigenen Endorphinen fördert, die als natürliche Schmerzmittel wirken.

 

  1. Muskelstimulation und Rehabilitation: Elektrische Impulse können dazu verwendet werden, Muskeln zu stimulieren und Kontraktionen auszulösen. Dies kann besonders bei Patienten mit eingeschränkter Muskelkraft aufgrund von Verletzungen oder Erkrankungen hilfreich sein.

 

  1. Entzündungshemmung: Elektrotherapie kann zur Reduzierung von Entzündungen beitragen, indem sie die Durchblutung fördert und den Abtransport von Entzündungsmediatoren unterstützt.

 

  1. Verbesserung der Durchblutung: Elektrische Stimulation kann die Blutzirkulation in bestimmten Bereichen des Körpers fördern, was wichtig für die Heilung von Gewebeschäden ist.

 

  1. Neuromuskuläre Rehabilitation: Die Elektrotherapie wird auch in der Rehabilitation nach neurologischen Ereignissen wie Schlaganfall eingesetzt, um die Muskelfunktion wiederherzustellen.

Es gibt verschiedene Techniken der Elektrotherapie, darunter:

  • Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS): Hier werden Elektroden auf die Haut aufgebracht, um elektrische Impulse zu liefern, die Schmerzen lindern sollen.
  • Interferenzstrom (I/T): Diese Methode verwendet zwei oder mehr elektrische Ströme mit unterschiedlichen Frequenzen, die sich kreuzen und so tiefere Gewebeschichten erreichen können.
  • Elektromyostimulation (EMS): Hier werden elektrische Impulse verwendet, um Muskelkontraktionen zu induzieren, was besonders in der Sportmedizin, aber auch bei Lähmungen, zur Verbesserung der Muskelkraft eingesetzt werden kann.

In meiner Praxis setze ich ein hochmodernes Kombinationsgerät der Firma, Gymna ein, welches sämtliche Optionen für elektrotherapie, Ultraschall und Lasertherapie bietet

 

 

Ultraschalltherapie

Die Ultraschalltherapie ist eine medizinische Behandlungsmethode, bei der hochfrequente Schallwellen zur therapeutischen Anwendung verwendet werden. Diese Schallwellen haben eine Frequenz oberhalb des hörbaren Bereichs für den Menschen (über 20.000 Hertz) und werden daher als Ultraschall bezeichnet.  

 Aspekte der Ultraschalltherapie:

  1. Prinzip der Ultraschalltherapie: Bei der Ultraschalltherapie wird ein Ultraschallkopf auf die Haut aufgebracht, der kontinuierliche oder gepulste Schallwellen erzeugt. Diese Schallwellen dringen in das Gewebe ein und führen zu mikroskopischen Vibrationen, die eine Wärmeentwicklung und mechanische Effekte im Gewebe verursachen.
  2. Wärmeentwicklung: Durch die Absorption der Ultraschallenergie im Gewebe entsteht eine Erwärmung, die zur Entspannung von Muskeln, Sehnen und Bändern beitragen kann. Dieser Wärmeeffekt kann auch die Durchblutung fördern und den Stoffwechsel im behandelten Bereich verbessern.
  3. Mechanische Effekte: Ultraschall kann mechanische Effekte im Gewebe hervorrufen, einschließlich Mikromassage und Verbesserung der Zellpermeabilität. Dies kann die Heilungsprozesse fördern und die Flexibilität des Gewebes verbessern.
  4. Anwendungsgebiete: Die Ultraschalltherapie wird oft bei muskuloskelettalen Erkrankungen wie Arthritis, Sehnenentzündungen, Muskelverspannungen und anderen schmerzhaften Zuständen eingesetzt. Sie kann auch bei der Narbenbehandlung und zur Beschleunigung des Heilungsprozesses nach Verletzungen oder Operationen verwendet werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Ultraschalltherapie nicht für alle Patienten und Zustände geeignet ist. Kontraindikationen können Schwangerschaft, Tumore, Infektionen oder bestimmte Hauterkrankungen umfassen. 

 

Lasertherapie 

Die Lasertherapie, auch als Low-Level-Lasertherapie (LLLT) oder Kaltlasertherapie bekannt, ist eine medizinische Behandlungsmethode, bei der niedrigenergetisches Licht (oft im roten oder infraroten Bereich des Lichtspektrums) verwendet wird, um verschiedene Gewebe im Körper zu stimulieren und zu beeinflussen. Hier sind einige wichtige Aspekte der Lasertherapie:

  1. Anwendungsgebiete: Die Lasertherapie wird in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt, darunter Physiotherapie, Orthopädie, Sportmedizin, Dermatologie und Zahnmedizin. Sie kann zur Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Wundheilungsförderung und Gewebereparatur verwendet werden.
  2. Wirkmechanismus: Der genaue Wirkmechanismus der Lasertherapie ist noch nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass das Licht die Zellaktivität beeinflusst. Auf zellulärer Ebene kann es die mitochondriale Funktion stimulieren, was zu einer erhöhten Energieproduktion führt. Dies kann wiederum den Zellstoffwechsel verbessern und die Freisetzung von bioaktiven Substanzen fördern, die den Heilungsprozess unterstützen.
  3. Schmerzlinderung: Lasertherapie wird oft zur Schmerzlinderung bei verschiedenen Zuständen wie muskulären Schmerzen, Gelenkschmerzen, Arthritis und Sportverletzungen eingesetzt. Durch die Stimulierung von Endorphinen kann die Lasertherapie auch eine schmerzlindernde Wirkung haben.
  4. Entzündungshemmung: Laserlicht kann Entzündungen reduzieren, indem es die Freisetzung von Entzündungsmediatoren hemmt und die Durchblutung verbessert.
  5. Wundheilung: Lasertherapie wird zur Förderung der Wundheilung eingesetzt. Sie kann die Zellproliferation und Gewebereparatur beschleunigen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Lasertherapie nicht für jeden Patienten oder jedes medizinische Problem geeignet ist. Kontraindikationen können bestimmte Augenerkrankungen, Schwangerschaft und bestimmte Krebserkrankungen umfassen. 

Kontakt

Adresse:
David Wöhl Physiotherapie
Linzer Straße 16/B
A-4780 Schärding

Österreich

Telefon:
+43 676 6163275 
E-Mail:
davidalfredwoehl@gmail.com

 

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